
[sozialisten.de]
Wer den zunehmenden Reichtum kritisiert, sieht sich sehr schnell dem Vorwurf einer Neiddiskussion ausgesetzt. Um es vorweg zu sagen: Reichtum ist eine höchst erfreuliche Angelegenheit, selbst wenn es reiche und weniger reiche Menschen nebeneinander gibt. Das Problem beginnt da, wo der Reichtum der einen aus der Armut anderer entsteht und der Reichtum im gleichen Maße wie die Armut wächst. Das ist in der Bundesrepublik seit langem der Fall und drückt sich zum Beispiel darin aus, dass die Zahl der Millionäre im Krisenjahr 2002 um 3,4 Prozent auf 755.000 anstieg, obwohl das Wirtschaftswachstum um nur 1,7 Prozent zunahm, aber die Arbeitslosigkeit um 6,9 Prozent (Diagramm 1). Im Klartext heißt das: weniger Beschäftigte und weniger Wachstum, aber mehr Millionäre. Wobei es sich bei den von Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young ermittelten Millionären nur um Geldmillionäre handelt. Bezieht man neben dem Geld- auch das Immobilien- und Sachvermögen mit ein, zählt Deutschland rund 1,5 Millionen Millionäre.
hier runterladen:
http://sozialisten.de/download/informationsmaterial/0407/rgb_reichtum.pdf
frederic - am Freitag, 3. September 2004, 16:25 - Rubrik: Neoliberalismus
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