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"Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

 
Die Interventionistische Linke zu einigen Aspekten der Anti-G8-Mobilisierung

Auch wenn die Vielfalt sozialer Kämpfe prinzipiell keine bestimmbare Grenze hat, verdichten sich Revolten und Alternativen stets in besonderen Auseinandersetzungen. Für die Interventionistische Linke (IL) war die Beteiligung an den Protesten gegen den G8-Gipfel von Heiligendamm das erste große und gemeinsame Projekt. Mit allen anderen Spektren der Bewegung haben wir den Kadern der herrschenden Klasse kräftig in die Propagandasuppe gespuckt. Der Gipfel von Heiligendamm wird in Deutschland sicherlich der letzte dieser Form gewesen sein: noch einmal 100 Mio. Euros, nur um über das Wetter zu reden?Vielen ist heute deutlicher, dass das G8-Projekt welthistorisch nichts mehr reißen wird, dass der vom Sozialkrempel aus Zeiten der Systemkonkurrenz befreite Kapitalismus jetzt einfach macht, was er am besten kann: die von ihm beherrschten Gesellschaften immer wieder ordentlich durchrütteln, Kriege führen und ganze Kontinente verwüsten - das volle Programm. So hat Heiligendamm seinen Teil zum wachsenden Hegemoniedefizit der Großen Koalition und ihres Oppositionspendants beigetragen: fast 50 Prozent der Leute halten sich diffus für „links“, nur noch 10 Prozent meinen, die SPD sorge sich „um Gleichheit in der Gesellschaft“. Das ist erfreulich, auch wenn wir nicht vergessen, dass 80 Prozent schon „mit der Arbeit von Bundespräsident Köhler zufrieden“ sind, wenn der ab und an den eigenen Politikbetrieb anblafft.

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http://www.g8-2007.de

[Erklärung der Antikapitalistischen Linken]

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Die Gründung der Partei DIE LINKE hat die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland schon heute verändert. Zum ersten Mal seit langer Zeit wird wieder über eine grundsätzliche politische Alternative zur Politik von SPD, CDU, CSU, FDP und Grüne gesprochen. Die lange Periode des „There is no alternative“, die von Helmut Schmidt, über Helmut Kohl bis zu Gerhard Schröder, Franz Müntefering und Kurt Beck reicht, zeigt erste Anzeichen einer Erschütterung. Nicht nur die Meinungsumfragen zu wichtigen Themen der Politik –Afghanistan, Rente mit 67, Hartz IV, Mindestlohn, Bahnprivatisierung – sondern das allgemeine politische Klima zeugen von einer wachsenden Legitimationskrise der Parteien des Kapitals. Die Gründung der Partei DIE LINKE war deshalb eine richtige Entscheidung.

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http://www.antikapitalistische-linke.de/article/131.html

 
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