Auf ideologischem Glatteis
Sollte der Begriff der Nation von links angeeignet werden? Zwischenbilanz einer zunehmend rechtsdrehenden Debatte
[Thomas Wagner in junge Welt]
Es ist wieder soweit. Schwarz-rot-goldene Wimpel und Flaggen, wohin das Auge blickt. Zwei Jahre nach dem »Sommermärchen« zelebrieren viele Deutsche erneut ein Wir-Gefühl, das keine Klassen mehr zu kennen scheint. Dabei erlebt die große Mehrheit der Lohnabhängigen seit Jahren, wie der von der Arbeiterklasse erkämpfte Sozialstaat rücksichtslos abgebaut und ihre Einkommenssituation zunehmend prekärer wird. Die Angst vor dem sozialen Abstieg geht um. Die Betroffenen sehnen sich nach kollektiver Sicherheit. Immer mehr fragen danach, wer an ihrer Misere schuld ist. Doch manche Antwort ist illusionär. Zum Beispiel die, daß man die sozialen Probleme lösen könne, wenn man die ausländischen Kollegen und Migranten in ihre Heimatländer zurückschicken würde. Viel zu viele stützen sich auf solche fremdenfeindlichen Denkfiguren, wenn sie ihre schwache Position im Konkurrenzkampf um materielle Ressourcen und soziale Anerkennung zu stärken suchen.
weiter:
http://www.jungewelt.de/2008/06-17/019.php
Sollte der Begriff der Nation von links angeeignet werden? Zwischenbilanz einer zunehmend rechtsdrehenden Debatte
[Thomas Wagner in junge Welt]
Es ist wieder soweit. Schwarz-rot-goldene Wimpel und Flaggen, wohin das Auge blickt. Zwei Jahre nach dem »Sommermärchen« zelebrieren viele Deutsche erneut ein Wir-Gefühl, das keine Klassen mehr zu kennen scheint. Dabei erlebt die große Mehrheit der Lohnabhängigen seit Jahren, wie der von der Arbeiterklasse erkämpfte Sozialstaat rücksichtslos abgebaut und ihre Einkommenssituation zunehmend prekärer wird. Die Angst vor dem sozialen Abstieg geht um. Die Betroffenen sehnen sich nach kollektiver Sicherheit. Immer mehr fragen danach, wer an ihrer Misere schuld ist. Doch manche Antwort ist illusionär. Zum Beispiel die, daß man die sozialen Probleme lösen könne, wenn man die ausländischen Kollegen und Migranten in ihre Heimatländer zurückschicken würde. Viel zu viele stützen sich auf solche fremdenfeindlichen Denkfiguren, wenn sie ihre schwache Position im Konkurrenzkampf um materielle Ressourcen und soziale Anerkennung zu stärken suchen.
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Für ein ganz anderes Klima!
Klimawandel, das heißt: steigender Meeresspiegel, stärkere Stürme und sich ausbreitende Wüsten - Punkt? Für uns gibt es mehr zu sagen: Reiche verursachen ihn, die Ärmsten trifft es zuerst, steigende Nahrungsmittelpreise verschärfen den Hunger, die EU schottet ihre Grenzen gegen Flüchtlinge noch mehr ab und Stromkonzerne bauen weiter Kohlekraftwerke, so lange sich damit Profit machen lässt. Gegen solche Zustände reicht es nicht, die Glühbirne zu wechseln: Wir wollen Ökostrom für alle, Kohlekraftwerke stoppen, über unsere Stromversorgung demokratisch entscheiden, globale Solidarität statt nationaler (oder europäischer) Abschottung - kurz gesagt: eine andere Gesellschaft. Für ein ganz anderes Klima - unter diesem Motto wollen wir vom 15. bis 24. August in Hamburg mit vielen anderen beim ersten Klimacamp in Deutschland campen und kämpfen.
['solid]e Klimakampagne
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