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"Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

 
Ergänzend zum Bildblog wäre mal ein Spiegelblog nötig

Nachtrag vom 9.3.: Wie ich gerade von Fabian (kommunkatives Dickicht) erfuhr gibt es ein Spiegelblog:
http://spiegelkritik.de
Auch SpiegelKritik kritisiert den Artikel des UniSpiegel über DIE LINKE.SDS:
http://spiegelkritik.de/2008/02/28/uni-spiegel-echter-schrott/

So schreibt der Unispiegel in seiner neuesten Ausgabe über den Studierendenverband DIE LINKE.SDS:
Der linke Hochschulverband soll deshalb "durch die Bedienung studentischer Klischees" und durch den Auftritt einzelner "Vorzeige-Studierender" für ein "etwas hipperes" Erscheinungsbild der Partei sorgen, erläutert Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Linken im Deutschen Bundestag, die Erwartung vieler Parteifunktionäre.

Der Hochschulverband sei demnach ein gutes Instrument, "um Vorstellungen der Linken an den Hochschulen zu propagieren und dort um Unterstützung zu werben".

Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,536100,00.html

Da würde man doch denken, der Unispiegel habe diese Aussagen von Nele Hirsch aus einem Gespräch mit ihr. Mitnichten.

Dazu Nele Hirsch:
1. Die Zitate im Spiegel stammen aus dem Artikel "Perspektiven linker Hochschulpolitik", den ich Mitte 2007 in der Gründungsphase des Studierendenverbandes DIE LINKE.SDS für die Zeitschrift Z. geschrieben habe. Die Autorin erwähnt dies an keiner Stelle, sondern erweckt den Eindruck, ich habe sie im Gespräch mit ihr so formuliert.

2. In dem Abschnitt meines damaligen Artikels, aus dem die Zitate entnommen sind, erläutere ich eine mögliche und aus meiner Sicht fatale Entwicklung, die der Studierendenverband gehen könnte - um allerdings in den folgenden Sätzen sofort deutlich zu machen, dass ich von einer positiveren Entwicklung ausgehe und auch dafür eintreten werde. Aus diesem Grund sind die Zitate nicht nur ohne Quelle, sondern auch aus dem Zusammenhang gerissen und damit sinnentstellend wiedergegeben.

3. In Vorbereitung des Spiegel-Artikels habe ich mit der Redaktion ein ca. 20minütiges Telefongespräch geführt. In den Fragen wurde immer wieder fast schon instrumentalisierend nachgehakt, ob der Studierendenverband nicht doch eine direkte Parteioffensive an den Hochschulen sei und die Partei eine eigenständige und kritische Entwicklung verhindern würde. Ich habe all diese Fragen deutlich verneint und sowohl auf die eigenständige Entwicklung hingewiesen, die DIE LINKE.SDS geht, als auch auf die vielfach kritischen Positionen des Verbandes innerhalb der Partei.

4. Von meinen Aussagen des Telefoninterviews findet sich in dem Artikel keine einzige Aussage; stattdessen musste offensichtlich auf den Artikel vom Juli 2007 zurückgegriffen werden, um angebliche Belege für die eigene These der "engen Verzahnung zwischen studentischen Kadern und der Mutterpartei" zu finden. Mit seriösem Journalismus hat dieses Agieren nicht das Geringste zu tun.

Quelle:
http://www.nele-hirsch.de



 
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