Angelika Beer, ehemals Bundestagsabgeordnete, Bundesvorsitzende sowie Europaabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen hat ihre Nichtaufstellung bei der Wahl der Europaliste der Grünen offensichtlich nicht verkraftet. Beleidigt verließ sie nun die Partei.
Nachdem sie selbst sehr stolz darauf war, die Grünen von einer Antikriegspartei in eine Pro-Kriegspartei umgewandelt zu haben, hatte sie wohl erwartet, dass ihr ihre Partei auch noch zehn Jahre nach Beginn des Jugoslawien-Kriegs wieder einen lukrativen Posten in Brüssel besorgt.[1]
Doch die Grünen waren schlauer: eine Olivgrüne Beer passt eben nicht zum neuen grünen Oppositionsimage mit dem ehemaligen Attac-Funktionär Sven Giegold und Amnesty-Generalsekretärin Barbara Lochbihler.
Den Grünen kann der Austritt politisch also gerade recht kommen, schön macht er sich natürlich doch nicht. Aber Beers Kritik an den Grünen bleibt doch recht diffus: zuletzt wusste sie ja wohl nicht mehr, ob sie nun den "Fundis" oder den "Realos" angehört. Kann schon mal passieren in fünf Jahren Aufenthalt im Raumschiff Brüssel.
Rechtzeitig vor dem NATO-Gipfel war es jedenfalls. Da werden die Grünen rumlavieren müssen zwischen neuem Protest-Image und der Tatsache, dass sie diejenigen waren, die den NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999 möglich gemacht haben.
Quellen:
[1] http://www.welt.de/politik/article3461092/Ex-Gruenen-Chefin-Beer-geht-voller-Frust.html
Siehe auch:
Jutta Ditfurth in junge Welt vom 26.03.2009:
Neue Kriegspartei -Der Weg der Grünen in die NATO
http://www.jungewelt.de/2009/03-26/011.php
Nachdem sie selbst sehr stolz darauf war, die Grünen von einer Antikriegspartei in eine Pro-Kriegspartei umgewandelt zu haben, hatte sie wohl erwartet, dass ihr ihre Partei auch noch zehn Jahre nach Beginn des Jugoslawien-Kriegs wieder einen lukrativen Posten in Brüssel besorgt.[1]
Doch die Grünen waren schlauer: eine Olivgrüne Beer passt eben nicht zum neuen grünen Oppositionsimage mit dem ehemaligen Attac-Funktionär Sven Giegold und Amnesty-Generalsekretärin Barbara Lochbihler.
Den Grünen kann der Austritt politisch also gerade recht kommen, schön macht er sich natürlich doch nicht. Aber Beers Kritik an den Grünen bleibt doch recht diffus: zuletzt wusste sie ja wohl nicht mehr, ob sie nun den "Fundis" oder den "Realos" angehört. Kann schon mal passieren in fünf Jahren Aufenthalt im Raumschiff Brüssel.
Rechtzeitig vor dem NATO-Gipfel war es jedenfalls. Da werden die Grünen rumlavieren müssen zwischen neuem Protest-Image und der Tatsache, dass sie diejenigen waren, die den NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999 möglich gemacht haben.
Quellen:
[1] http://www.welt.de/politik/article3461092/Ex-Gruenen-Chefin-Beer-geht-voller-Frust.html
Siehe auch:
Jutta Ditfurth in junge Welt vom 26.03.2009:
Neue Kriegspartei -Der Weg der Grünen in die NATO
http://www.jungewelt.de/2009/03-26/011.php



