Müntefering sagte (Quelle):
"Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten. Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter."
Ich würde das nicht als Kapitalismuskritik bezeichnen, höchstens als verkürzte. Müntefering sucht nämlich einen Sündenbock, die Finanzinvestoren. Er verschweigt, welche Politik es möglich gemacht hat, dass Finanzinvestoren handeln können, wie sie es tun. Er verstellt damit den Blick auf das System das dahinter steckt, nämlich den Kapitalismus. Deshalb sollte man Müntefering dafür nicht bejubeln, sondern kritisieren. Wir brauchen wirkliche Kapitalismuskritik. Wir sollten den Kapitalismus stärker kritisieren. Und der Kapitalismus besteht eben nicht nur aus Finanzinvestoren. Er konstituiert sich daraus, dass die Produktionsmittel in Privatbesitz sind.
"Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten. Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter."
Ich würde das nicht als Kapitalismuskritik bezeichnen, höchstens als verkürzte. Müntefering sucht nämlich einen Sündenbock, die Finanzinvestoren. Er verschweigt, welche Politik es möglich gemacht hat, dass Finanzinvestoren handeln können, wie sie es tun. Er verstellt damit den Blick auf das System das dahinter steckt, nämlich den Kapitalismus. Deshalb sollte man Müntefering dafür nicht bejubeln, sondern kritisieren. Wir brauchen wirkliche Kapitalismuskritik. Wir sollten den Kapitalismus stärker kritisieren. Und der Kapitalismus besteht eben nicht nur aus Finanzinvestoren. Er konstituiert sich daraus, dass die Produktionsmittel in Privatbesitz sind.
frederic - am Samstag, 4. Juni 2005, 20:09 - Rubrik: Neoliberalismus


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