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"Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

 

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Ohne Torsten Frings muss die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag in Dortmund das WM-Halbfinale gegen Italien bestreiten. Die Disziplinarkommission des Weltverbandes FIFA verurteilte den Bremer wegen seiner Beteiligung an den Handgreiflichkeiten im Anschluss an das Viertelfinale gegen Argentinien zu einem Spiel Sperre und einem weiteren auf Bewährung.

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http://sport.ard.de/wm2006/wm/news200607/03/fifa_frings.jhtml

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erhält deutschnationale Klassenkeile, weil sie mit dem neusten Patriotismusschwall nicht einverstanden ist

[junge Welt - Arnold Schölzel]

weblogoDas massenhafte Vorzeigen deutscher Nationalfarben durch deren Aufbringen auf Körperteile, Kopfhaare, Kopfbedeckungen, Kleidungsstücke, durch flächendeckende Verbreitung nationaler Winkelemente über Ausgabestellen wie Lidl, Plus und Aldi, bei denen sich selbst Hartz-IV-Betroffene noch patriotische Textilien oder schwarz-rot-gold getönte Klappsitzkissen leisten können, durch Anbringen der Nationalflagge an Balkonen, Fenstern und Hauswänden führte zu ersten allergischen Reaktionen.

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http://www.jungewelt.de/2006/06-16/008.php

Interview in Neues Deutschland vom 08.12.2005 mit Marco Heinig, Bundessprecher von [’solid] über eine Kampagne und ihr Gegenstück

disst-plakat-klND: Egal ob im Kino, im Fernsehen oder auf den Straßen der Bundesrepublik – überall wird in diesen Tagen für die Kampagne »Du bist Deutschland« geworben. Der Jugendverband [’solid] macht eine Gegenkampagne. Wollen Sie nicht »Deutschland« sein?

Heinig: Nationalstaaten sollten als das gesehen werden, was sie sind: Produkte der Geschichte, mit denen man sich derzeit noch abfinden muss. Sich mit dem Land bzw. Staat, in dem man geboren ist, zu identifizieren, bedeutet aber eine »Schicksalsgemeinschaft« anzunehmen, die ein »Wir-und-die-anderen-Verhältnis« schafft. Das halte ich schlicht für falsch. Schließlich verbindet mich mehr mit den Lohnabhängigen anderer Länder als mit den gesellschaftlichen Eliten des »eigenen« Landes.

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http://www.solid-web.de/...



Von ['solid], dem solidesten sozialistischen Jugendverband gibt es jetzt Material gegen Deutschland, Verzeihung, natürlich nicht gegen Deutschland, sondern gegen "Du bist Deutschland" bzw. für "Du disst Deutschland". Klingt ja auch viel besser, weil Alliteration.

hier:
http://www.solid-web.de/solid/soc/de.html

Gegenkampagne zu »Du bist Deutschland« gestartet. Dezentrale Aktivitäten per Internet. Ein Gespräch mit Arian Wendel

disst-plakat-kl* Arian Wendel ist Mitglied von [’solid]36, die sozialistische jugend kreuzberg, und arbeitet zur Zeit an einer Gegenkampagne zu »Du bist Deutschland«.

F: Egal ob im Kino, im Fernsehen oder auf den Straßen der Bundesrepublik, überall wird man zur Zeit von der Kampagne »Du bist Deutschland« verfolgt. Sie wollen nicht »Deutschland« sein. Warum eigentlich nicht?

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http://www.jungewelt.de/2005/11-29/023.php


Man sollte schon wissen, wo man klaut: NSDAP-Kundgebung auf dem Ludwigsplatz in Ludwigshafen um 1935

siehe
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21419/1.html

und
http://de.indymedia.org/2005/11/133518.shtml

TÜBINGEN (jol). Drei Mitglieder des Clubs Zatopek stellten Strafanzeige gegen den Verantwortlichen der Kampagne „Du bist Deutschland“ wegen Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen.

[tagblatt.de - 16.11.05]

„Du bist Deutschland“: Allein der Fernsehspot zum Auftakt diese Werbekampagne zugunsten des „Standorts Deutschland“ wurde von 17 Millionen Zuschauern gesehen. Der Tübinger Club Zatopek findet das höchst bedenklich. Denn auf dem Spot ist eine kurze Szene zu sehen, in der auf mehreren Plakaten Hakenkreuze zu sehen sind: zwei Mal sind die Hakenkreuze durchgestrichen, einmal wird das Hakenkreuz in Verbindung mit einer Faust gezeigt.

weiter:
http://www.tagblatt.de/index.php?artikel_id=1000888

Zu den Äußerungen des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert zur Debatte um eine deutsche Leitkultur erklärt die Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE. Sevim Dagdelen:

dagdelen_sevimDie vom Bundestagspräsidenten Lammert in den letzten Tagen gemachten Äußerungen haben zum Ziel, den nationalen Zusammenhalt der Gesellschaft zu beschwören, um Widerstand gegen den weiteren Sozialabbau zu verhindern. Der gewählte Terminus Leitkultur verstärkt zusätzlich negative Klischeevorstellungen von anderen Kulturen und lässt den Wert und den wichtigen Beitrag der Minderheiten in Deutschland außer Acht. Es ist auch zu befürchten, dass rechtsextreme Kräfte die Diskussion als eine Steilvorlage für ihre rassistischen Ziele benutzen werden.

weiter:
http://www.linksfraktion.de/presse/mitteilungen/view_html/zid167/bs1/n0

 
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