Prekarisierung
[Peter Nowak in Telepolis]
Die aktuell diskutierte Kinder- und Jugendarmut ist die direkte Folge von Hartz IV
Mehr als 2,5 Millionen der ca. 15 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben auf Sozialhilfe- bzw. Hartz-IV-Niveau. Das ist das Ergebnis der Arbeitsmarktstatistik der Bundesanstalt für Arbeit aus dem Jahr 2006. Dort wurden erstmals Kinder und Jugendlichen in Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften gesondert aufgeführt.
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25995/1.html
Die aktuell diskutierte Kinder- und Jugendarmut ist die direkte Folge von Hartz IV
Mehr als 2,5 Millionen der ca. 15 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben auf Sozialhilfe- bzw. Hartz-IV-Niveau. Das ist das Ergebnis der Arbeitsmarktstatistik der Bundesanstalt für Arbeit aus dem Jahr 2006. Dort wurden erstmals Kinder und Jugendlichen in Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften gesondert aufgeführt.
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frederic - am Sonntag, 19. August 2007, 22:01 - Rubrik: Prekarisierung
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Von Nele Hirsch (MdB DIE LINKE), Robert Blättermann (DIE LINKE.SDS in Thüringen), Sonja Staack (Mitglied im Vorstand von ver.di Berlin) und Sandro Witt (Sprecher der LAG Betrieb und Gewerkschaft in Thüringen)
Über das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens wird auch in der Linken kontrovers diskutiert. Viele halten die Forderung für einen emanzipatorischen und unterstützenswerten Ansatz. Wir teilen diese Auffassung nicht und halten es daher für wichtig, sich mit den Argumenten der BefürworterInnen kritisch auseinander zu setzen. Hierzu soll die folgende Zusammenstellung dienen.
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http://www.nele-hirsch.de
Über das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens wird auch in der Linken kontrovers diskutiert. Viele halten die Forderung für einen emanzipatorischen und unterstützenswerten Ansatz. Wir teilen diese Auffassung nicht und halten es daher für wichtig, sich mit den Argumenten der BefürworterInnen kritisch auseinander zu setzen. Hierzu soll die folgende Zusammenstellung dienen.
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http://www.nele-hirsch.de
frederic - am Montag, 6. August 2007, 13:31 - Rubrik: Prekarisierung
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Soziologische Anmerkungen zu Kurt Becks Unterschichtenproblem
[Rudolf Stumberger in Telepolis]
Wenn die Politik auf "Werte" setzt, wird es in den unteren Etagen der Sozialstruktur meist ungemütlich. Denn "Werte" - also Innerliches - sind dann der Ersatz für Reales - also Äußerliches - wie soziale Leistungen. Auch die jüngste Ermahnung des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, den Unterschichten fehle es an sozialen Aufstiegswillen, passt in diesen Rahmen. Nicht an realen Arbeitsplätzen und sozialen Chancen mangele es, sondern eben am "Willen". Für den ist aber nicht die Politik, sondern der Einzelne zuständig.
Wenn der Arbeitersohn Kurt Beck seinen eigenen sozialen Aufstieg als Maßstab nimmt, unterschlägt er allerdings die völlig anderen Bedingungen, die in den 1960er Jahren - als er seine Ausbildung zum Elektromechaniker machte - im Vergleich zu heute herrschten. Soziologen sprechen für diesen Zeitraum von einer "Öffnung des sozialen Raumes". Vollbeschäftigung und erweiterte Bildungschancen boten in der Tat für Strebsame soziale Aufstiegschancen. Heute hingegen spricht man von einer Schließung des sozialen Raumes: Die Aufstiegsmöglichkeiten sind trotz besser Bildung blockiert - die Generation Praktikum lässt grüßen -, und die Ängste vor dem sozialen Absturz sind groß, wie die jüngste Shell-Jugendstudie zeigte.
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23735/1.html
[Rudolf Stumberger in Telepolis]
Wenn die Politik auf "Werte" setzt, wird es in den unteren Etagen der Sozialstruktur meist ungemütlich. Denn "Werte" - also Innerliches - sind dann der Ersatz für Reales - also Äußerliches - wie soziale Leistungen. Auch die jüngste Ermahnung des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, den Unterschichten fehle es an sozialen Aufstiegswillen, passt in diesen Rahmen. Nicht an realen Arbeitsplätzen und sozialen Chancen mangele es, sondern eben am "Willen". Für den ist aber nicht die Politik, sondern der Einzelne zuständig.
Wenn der Arbeitersohn Kurt Beck seinen eigenen sozialen Aufstieg als Maßstab nimmt, unterschlägt er allerdings die völlig anderen Bedingungen, die in den 1960er Jahren - als er seine Ausbildung zum Elektromechaniker machte - im Vergleich zu heute herrschten. Soziologen sprechen für diesen Zeitraum von einer "Öffnung des sozialen Raumes". Vollbeschäftigung und erweiterte Bildungschancen boten in der Tat für Strebsame soziale Aufstiegschancen. Heute hingegen spricht man von einer Schließung des sozialen Raumes: Die Aufstiegsmöglichkeiten sind trotz besser Bildung blockiert - die Generation Praktikum lässt grüßen -, und die Ängste vor dem sozialen Absturz sind groß, wie die jüngste Shell-Jugendstudie zeigte.
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frederic - am Montag, 30. Oktober 2006, 11:19 - Rubrik: Prekarisierung
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Nicht vom anderen Stern
[Konstantin Wecker in junge Welt]
Da haben sie sich wieder was ganz Feines einfallen lassen, die Wortverdreher und Sprachzerstückler, in Thinktanks erarbeitet und der blöden Masse zum Fraß vorgeworfen: »abgehängtes Prekariat«. Toll, das hat ja dann nichts mit uns zu tun, das betrifft irgendwelche Wesen vom anderen Stern, das ist die Sprache, die keinen interessiert, weil sie keiner versteht.
Das soll so sein, natürlich, denn wenn wir mitbekommen würden, daß es sich bei diesem Wortungetüm um fast zehn Prozent der Bundesbürger handelt, die Harz-IV-Gebeutelten (Empfänger klingt geradezu euphemistisch), die Arbeitslosen, die Armen, die im neoliberalen Wahn kaputt Gewirtschafteten, die auch und gerade von der SPD Verlassenen, ja, wenn wir das mitkriegen würden, würden wir uns vielleicht sogar mal Gedanken machen über all die Ungerechtigkeiten, die uns eine von Wirtschaftssinteressen in Geiselhaft genommene Regierung angedeihen läßt.
weiter:
http://www.jungewelt.de/2006/10-26/013.php
[Konstantin Wecker in junge Welt]
Da haben sie sich wieder was ganz Feines einfallen lassen, die Wortverdreher und Sprachzerstückler, in Thinktanks erarbeitet und der blöden Masse zum Fraß vorgeworfen: »abgehängtes Prekariat«. Toll, das hat ja dann nichts mit uns zu tun, das betrifft irgendwelche Wesen vom anderen Stern, das ist die Sprache, die keinen interessiert, weil sie keiner versteht.
Das soll so sein, natürlich, denn wenn wir mitbekommen würden, daß es sich bei diesem Wortungetüm um fast zehn Prozent der Bundesbürger handelt, die Harz-IV-Gebeutelten (Empfänger klingt geradezu euphemistisch), die Arbeitslosen, die Armen, die im neoliberalen Wahn kaputt Gewirtschafteten, die auch und gerade von der SPD Verlassenen, ja, wenn wir das mitkriegen würden, würden wir uns vielleicht sogar mal Gedanken machen über all die Ungerechtigkeiten, die uns eine von Wirtschaftssinteressen in Geiselhaft genommene Regierung angedeihen läßt.
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frederic - am Samstag, 28. Oktober 2006, 21:06 - Rubrik: Prekarisierung
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Zur Aktualität eines Begriffs
[Pierre Bourdieu, dokumentiert in der Frankfurter Rundschau]
Es ist deutlich geworden, dass Prekarität heutzutage allgegenwärtig ist. Im privaten, aber auch im öffentlichen Sektor, wo sich die Zahl der befristeten Beschäftigungsverhältnisse und Teilzeitstellen vervielfacht hat; in den Industrieunternehmen, aber auch in den Einrichtungen der Produktion und Verbreitung von Kultur, dem Bildungswesen, dem Journalismus, den Medien usw. Beinahe überall hat sie identische Wirkungen gezeigt, die im Extremfall der Arbeitslosen besonders deutlich zutage treten: die Destrukturierung des unter anderem seiner zeitlichen Strukturen beraubten Daseins und der daraus resultierende Verfall jeglichen Verhältnisses zur Welt, zu Raum und Zeit.
Prekarität hat bei dem, der sie erleidet, tiefgreifende Auswirkungen. Indem sie die Zukunft überhaupt im Ungewissen lässt, verwehrt sie den Betroffenen gleichzeitig jede rationale Vorwegnahme der Zukunft und vor allem jenes Mindestmaß an Hoffnung und Glauben an die Zukunft, das für eine vor allem kollektive Auflehnung gegen eine noch so unerträgliche Gegenwart notwendig ist.
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http://www.fr-aktuell.de/
[Pierre Bourdieu, dokumentiert in der Frankfurter Rundschau]
Es ist deutlich geworden, dass Prekarität heutzutage allgegenwärtig ist. Im privaten, aber auch im öffentlichen Sektor, wo sich die Zahl der befristeten Beschäftigungsverhältnisse und Teilzeitstellen vervielfacht hat; in den Industrieunternehmen, aber auch in den Einrichtungen der Produktion und Verbreitung von Kultur, dem Bildungswesen, dem Journalismus, den Medien usw. Beinahe überall hat sie identische Wirkungen gezeigt, die im Extremfall der Arbeitslosen besonders deutlich zutage treten: die Destrukturierung des unter anderem seiner zeitlichen Strukturen beraubten Daseins und der daraus resultierende Verfall jeglichen Verhältnisses zur Welt, zu Raum und Zeit.
Prekarität hat bei dem, der sie erleidet, tiefgreifende Auswirkungen. Indem sie die Zukunft überhaupt im Ungewissen lässt, verwehrt sie den Betroffenen gleichzeitig jede rationale Vorwegnahme der Zukunft und vor allem jenes Mindestmaß an Hoffnung und Glauben an die Zukunft, das für eine vor allem kollektive Auflehnung gegen eine noch so unerträgliche Gegenwart notwendig ist.
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frederic - am Samstag, 28. Oktober 2006, 21:03 - Rubrik: Prekarisierung
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frederic - am Donnerstag, 18. Mai 2006, 13:22 - Rubrik: Prekarisierung
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Der Rückzieher der Regierung in der Frage des Ersteinstellungsvertrages ist ein erster Sieg, aber das Übel ist nicht ausgerottet!
Presseerklärung - 11.04.06 - Attac France
Die Mobilisierung über die Generationen hinweg, und insbesondere der Jugendlichen, GymnasiastInnen, StudentInnen, der LohnempfängerInnen, der breitest möglichen Einheit der Gewerkschaften und der Arbeitslosen hat gewonnen: sie hat eine arrogante, autoritäre und repressive Regierung zum Rückzug gezwungen . Sie war gezwungen, den CPE zurückzunehmen (Artikel 8 des Gesetzes zur "Chancengleichheit").
weiter:
http://solidtuebingen.twoday.net/stories/1824087/
Presseerklärung - 11.04.06 - Attac France
Die Mobilisierung über die Generationen hinweg, und insbesondere der Jugendlichen, GymnasiastInnen, StudentInnen, der LohnempfängerInnen, der breitest möglichen Einheit der Gewerkschaften und der Arbeitslosen hat gewonnen: sie hat eine arrogante, autoritäre und repressive Regierung zum Rückzug gezwungen . Sie war gezwungen, den CPE zurückzunehmen (Artikel 8 des Gesetzes zur "Chancengleichheit").
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http://solidtuebingen.twoday.net/stories/1824087/
frederic - am Donnerstag, 13. April 2006, 15:51 - Rubrik: Prekarisierung
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Nach elfwöchigen Massenprotesten der Gewerkschaften und Studentenorganisationen hat am Montag Frankreichs Regierung das umstrittene Gesetz für die Erstbeschäftigung junger Arbeitnehmer (CPE) kassiert. Statt einer Lockerung des Kündigungsschutzes sollen jetzt schlecht ausgebildete Jugendliche gefördert werden. Der TAGBLATT ANZEIGER sprach darüber mit dem parteilosen Tübinger Europa-Abgeordneten Tobias Pflüger, der für die PDS in Brüssel sitzt.weiter:
http://tobiaspflueger.twoday.net/stories/1819173/
frederic - am Mittwoch, 12. April 2006, 12:34 - Rubrik: Prekarisierung
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Mit konkreten Umsetzungsvorschlägen, einer „Initiative Mindestlohn“, Großflächenplakatierungen und einem neuen Internetportal wollen die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Einführung eines Mindestlohnes beschleunigen. „Die Große Koalition kann jetzt unter Beweis stellen, dass sie es ernst meint, Mindestbedingungen für den Niedriglohnbereich gesetzlich zu regeln. Für uns liegt die untere Grenze gegen Arbeit in Armut bei 7,50 Euro“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Margret Mönig-Raane, am Dienstag vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Über 70 Prozent der Betroffenen seien Frauen.
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http://www.mindestlohn.de
frederic - am Freitag, 10. März 2006, 04:15 - Rubrik: Prekarisierung
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[tagblatt.de]
Schon mehr als ein Fünftel der in Deutschland Beschäftigten arbeitet für Armutslöhne oder knapp darüber
Die Forderung nach einem Niedriglohn-Sektor, ob mit oder ohne staatlichem Kombi-Anteil, gehört zu den beliebtesten Ritualen der Wirtschaft und wirtschaftsnaher Politik. Dabei sind viele Löhne in Deutschland schon jetzt tief im Keller.
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http://www.tagblatt.de/index.php?artikel_id=35583082
Schon mehr als ein Fünftel der in Deutschland Beschäftigten arbeitet für Armutslöhne oder knapp darüber
Die Forderung nach einem Niedriglohn-Sektor, ob mit oder ohne staatlichem Kombi-Anteil, gehört zu den beliebtesten Ritualen der Wirtschaft und wirtschaftsnaher Politik. Dabei sind viele Löhne in Deutschland schon jetzt tief im Keller.
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http://www.tagblatt.de/index.php?artikel_id=35583082
frederic - am Dienstag, 17. Januar 2006, 02:25 - Rubrik: Prekarisierung
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![Linksjugend ['solid] Tübingen&Reutlingen](http://tuebingen.solid-sds.de/wp-content/themes/solid-sds/linksjugend-solid-tuebingen.jpg)

